„Ich verwalte ein Portfolio von zwölf Gebäuden und will einfach nur wissen, welche Mietverträge dieses Jahr auslaufen – oder wie viele meiner Objekte noch mit Erdgas heizen. Früher musste ich dafür jemanden aus der IT-Abteilung fragen oder mich durch endlose Tabellen und Klickmenüs kämpfen. Jetzt tippe ich meine Frage einfach ein und bekomme sofort eine Antwort – inklusive Informationen aus den hinterlegten Dokumenten."
Ansatz und Methodik
- Entwicklung von ConversationalBIM: domänenspezifisches, KI-gestütztes Gesprächsinterface für BIM-Portfoliodaten
- Dual-Storage-Architektur: strukturierte Daten in GraphDB (RDF/SPARQL), unstrukturierte Dokumente in Qdrant (Vektorsuche)
- Multi-Agenten-System: Orchestrator-Agent delegiert Anfragen an spezialisierte Agenten (RDF Query Agent, RAG Agent)
- Echtzeit-Datensynchronisation über Apache Kafka aus dem ZIM-Forschungsprojekt (PortfolioBIM)
- Two-Phase Grounding: zuverlässige SPARQL-Generierung durch dynamische Schema-Analyse – verhindert Halluzinationen
- Technologie: Python, FastAPI, PydanticAI, RDFLib, React (Microfrontend)
- Einbettung in Design Science Research Methodology (DSRM)
Ergebnisse und Bewertung
- 43–68 % kürzere Aufgabenerledigungszeit gegenüber grafischen Node-Link-Browsern und tabellenbasierten Oberflächen (KLM+R-Analyse)
- Abfragen, die mehrere Entitäten oder Dokumente kombinieren, waren in klassischen Oberflächen für die meisten Nutzer praktisch nicht durchführbar – im Gesprächsinterface konsistent lösbar
- Deutliche Reduktion kognitiver und operativer Belastung laut qualitativer Nutzerbewertung
- Proof of Concept für die Demokratisierung des Zugangs zu komplexen Gebäudedaten ohne technische Vorkenntnisse
- Offen für Weiterentwicklung: multimodale Eingaben, Echtzeit-Sensoranbindung, produktive Integration in PortfolioBIM